Bereits in den Morgenstunden war die sonst so stille Zuflucht von regem Treiben erfüllt gewesen. Männer und Frauen befestigten kunstvoll geflochtene Girlanden an den Balken und Fenstern des Gebäudes.
Sollte man einen Blick ins Innere der Zuflucht gegen die Abendstunden wagen, verstärkte sich der festliche Eindruck. Eine lange Tafel war mit herbstlichem Schmuck gedeckt – hier lagen geflochtene Getreidebündel, dort schimmerten Kerzen in Glaslichtern. Der Duft von frischen Äpfeln und getrockneten Kräutern mischte sich mit einem Hauch von Holzrauch aus den Kamin.
Es war deutlich, dass alle Vorbereitungen getroffen worden waren, um das morgigen Pilgerfreudenfest in der Zuflucht zu zelebrieren.
Im Verlauf des heutigen Tages wurden die letzten Spuren des Pilgerfreudenfests behutsam entfernt. Die kunstvoll geflochtenen Girlanden und Lichter, die noch am Abend zuvor für eine festliche Stimmung gesorgt hatten, wurden von den Bewohnern und Ordensmitgliedern abgenommen und sorgfältig verstaut. Mit jedem Handgriff kehrte die Zuflucht langsam zu ihrem gewohnten Erscheinungsbild zurück!
Im Inneren herrschte noch ein leises Treiben. Einige der verbliebenen Speisen und Getränke wurden an Bedürftige verteilt, die dankbar in der Wärme der Zuflucht verweilten.
Als der Abend nahte, war die Zuflucht schließlich wieder still und schlicht wie gewohnt. Doch in der Luft lag noch etwas von der Gemeinschaft und Freude des gestrigen Tages, welche man sicherlich auch auf dem heutigen Winterhauchmarkt erleben durfte, so unterhielten sich schon einige in der Zuflucht darüber an welchen Tagen sie den Winterhauchmarkt besuchen würden.